Der Buddhismus

Der Buddhismus besteht aus einer Reihe von Dingen zur Kultivierung, die Shakyamuni vor mehr als zweitausend Jahren auf der Grundlage der damals vorhandenen indischen Kultivierung bezeugt und erkannt hat. Es kann in drei Worten zusammengefasst werden, nämlich “Gebot, Meditation, Weisheit”. Gebot dient der Meditation. Ein Buddhist legt keinen Wert auf das Praktizieren von Übungen. In Wirklichkeit werden aber doch Übungen praktiziert. Wenn er sich zur Meditation hinsetzt, praktiziert er sie schon. Denn wenn er zur Ruhe kommt und sich konzentriert, sammelt sich die Energie des Kosmos in seinem Körper, sodass die Wirkung des Praktizierens erzielt wird. Das Gebot im Buddhismus bedeutet, dass man auf alle Begierden der gewöhnlichen Menschen verzichten und die Dinge, an denen die gewöhnlichen Menschen festhalten, aufgeben soll, sodass man den Zustand der Ruhe und der Tatenlosigkeit erreicht. Dann kann man sich in die Meditation versenken. Während der Meditation erhöht man ständig seine Ebene und dann kommt man zur Erleuchtung und zur Öffnung der Weisheit, erkennt den Kosmos und sieht dessen wahres Antlitz.

Als Shakyamuni mit der Verbreitung des Fa anfing, machte er jeden Tag nur drei Dinge: Fa erklären (hauptsächlich wurde das Fa des Arhats weitergegeben), seine Schüler hörten das Fa; danach wurde mit einer Essschale in der Hand um Almosen gebeten (um Essen gebettelt); das Dritte war, bei der Meditation im Lotussitz sich wirklich zu kultivieren. Nachdem Shakyamuni diese Welt verlassen hatte, haben der Brahmanismus und der Buddhismus einander bekämpft. Nicht lange danach haben sie sich zu einer Religion – dem Hinduismus, vereint. Deshalb gibt es heute in Indien keinen Buddhismus mehr. Im späteren Entwicklungsprozess ist der Mahayana-Buddhismus entstanden. Er wurde in China eingeführt und wurde zum heutigen Buddhismus. Im Mahayana- Buddhismus wird nicht nur Shakyamuni als Urmeister verehrt, sondern es ist ein Mehr-Buddha-Glaube geworden. Es werden viele Tathagatas wie Buddha Amitabha und Buddha Bhaisajyaguru und so weiter verehrt. Es sind auch mehr Gebote geworden, und das Ziel der Kultivierung wurde auch höher. Damals hat Shakyamuni das Fa des Bodhisattva an einige wenige Schüler weitergegeben, später wurde es systematisiert und daraus hat sich der heutige Mahayana-Buddhismus entwickelt, bei dem man sich zur Ebene des Bodhisattva kultiviert.In Südostasien sind die Traditionen des Hinayana-Buddhismus bis heute weiterhin beibehalten worden, wobei für die rituellen Zeremonien übernatürliche Fähigkeiten benutzt werden. Während des Entwicklungsprozesses des Buddhismus wurde eine Richtung in Tibet eingeführt und tibetischer Tantrismus genannt; eine andere Richtung wurde über die Xinjiang-Region ins Han-Gebiet eingeführt und Tang-Tantrismus genannt (nach der Vernichtung des Buddhismus im Zeitabschnitt Huichang in der Tang-Dynastie war sie verschwunden); die dritte Richtung ist in Indien zum Yoga geworden.

Im Buddhismus spricht man nicht von körperlichen Übungen und sie praktizieren auch kein Qigong. Man will so den traditionellen Weg der Kultivierung im Buddhismus bewahren. Das ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass der Buddhismus über mehr als zweitausend Jahre hindurch überliefert werden konnte ohne dass er sich auflöste. Eben weil er das, was von außen kommt, nicht aufnimmt, kann er seine eigenen Traditionen beibehalten. Im Buddhismus gibt es allerdings auch verschiedene Wege der Kultivierung. Der Hinayana-Buddhismus schenkt der Selbsterlösung und der eigenen Kultivierung große Aufmerksamkeit, während der Mahayana-Buddhismus sich dahin entwickelt hat, nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen und überhaupt alle Lebewesen zu erlösen.

Quellenangabe:

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